Erkundungen mit dem Raspberry PI

19.05.2013
Jetzt war mein RasPi also betriebsbereit. Aber wie weiter? Ganz klar, der RasPi muss ins heimische Netzwerk eingebunden werden. Der als Monitor zweckentfremdete Fernseher kann eine ganze Menge und hat auch über mein WLAN einen Internetzugang. Dieser Zugang steht dem RasPi aber nicht zur Verfügung. Um den RasPi mittels USB-Stick WLAN-fähig zu machen, bräuchte ich einen USB-Hub oder ich müsste auf die Maus verzichten. Mal ganz abgesehen davon, dass ich keinen WLAN-Stick übrig habe. Der RasPi hat doch eine LAN-Buchse? Ja, klar, aber: der Router steht im Nebenzimmer, der dort ebenfalls befindliche heimische PC hat einen Monitor mit DIV-Eingang und ich hatte kein HDMI-DIV-Adapterkabel. Das ist zwar eigentlich keine Sackgasse, aber es bremste mich dann zunächst doch …

Manchmal gehen einem aber auch eigenartige Zitate durch den Kopf. Der bekannte Ingenieur Dietrich Drahtlos sagte einmal: „Versuch macht kluch!“ Den RasPi also völlig ohne Peripherie mittels Netzwerkkabel an meine FritzBox gehängt und nachgesehen, was passiert. Es dauerte ein wenig, dann leuchteten alle LED auf der RasPi-Platine und die FritzBox zeigte einen neuen Computer im LAN sowie die zugehörige IP-Adresse. Ein wenig Software benötigte ich noch: Als erstes wurde PuTTY auf dem Windows-PC installiert und versuchsweise die neue IP-Adresse zum Verbindungsaufbau eingegeben. Siehe da, es erschien wirklich die Login-Seite und ich konnte mich erfolgreich einloggen. Es war tatsächlich mein RasPi …

So richtig komfortabel ist die Linux-Kommandozeile nicht wirklich. Für den an Windows gewöhnten User sollte es dann schon eine grafische Oberfläche sein. Auch hier liefert die Literatur die passenden Hinweise: XMIng ist ein geeigneter X-Server, also noch eine Software auf dem Windows-PC installiert. – Danach die Stromversorgung des RasPi kurz unterbrochen, gewartet, bis auf dem Board alle LED wieder leuchten sowie  über PuTTY die Verbindung zum RasPi aufgebaut. Nach dem Einloggen den Befehl startlxde eingegeben – kurzes Warten, bis der RasPi-Desktop auf dem Windows-Monitor erscheint. Echt cool eh! Kleiner Wermutstropfen: Die Verbindung zwischen Windows-PC und RasPi über PuTTY braucht Zeit für den Datenaustausch, also bitte Geduld …